Menschen, die mich geprägt haben

In meiner Arbeit betrachte und erspüre ich Sie als ganzen Menschen.
So wie Sie, Ihre Entwicklung und Ihr Lebensschicksal im Moment sich ausdrücken.
Sie haben ein Recht, sich über meine Person jenseits der Aus- und Weiterbildungen ein Bild zu machen.

Bekannte Persönlichkeiten...
Indira Ghandi, Nelson Mandhela, Martin Luther King oder Mutter Teresa, beeindrucken mich wegen Ihres Einsatzes für die Menschheit und die Menschenrechte. Als Wissenschafter faszinieren mich Albert Einstein, Viktor Frankl und Eugene Gendlin – sie haben für mich die Sichtweisen, wie Neues, bisher Unvorstellbares sogar unter schwierigsten Bedingung entstehen kann, revolutioniert.

Mit Ausnahme von Viktor Frankl konnte ich keine dieser Menschen je persönlich kennenlernen.


Think globally, act locally...
… ist für mich auch im Umgang mit Menschen wichtig.

Letztendes zählt das persönliche Erleben im Alltag. Ein 100% perfektes Idol gibt es nicht.
Prägend sind für mich Begegnungen mit Menschen, die oft gar nicht außergewöhnlich erscheinen.
„Prägende“ Begegnung sind oft „Mikro“Momente, winzige Augenblicke einer Begegnung, die besonders sind:

  • Menschen, die sich über mich besonders geärgert haben
  • Lehrer, die mich mit positivem und negativem Beispiel inspiriert haben
  • Menschen, Kunden, Vorgesetzte und meine Eltern, die mich zeitlebens mit viel wohlwollendem Feedback verwöhnt haben
  • mein verstorbener Sohn, David, der mir nach seinem Tod zeigte, wie groß bedingungslose Liebe ist.

Lust auf eine persönliche Geschichte?...
Es war der 15.11., ein Feiertag in Niederösterreich. Todmüde saß ich im vollgestopften Zug nach einem Seminar. Ich grübelte, was ich als Trainerin hätte besser machen können: der Auftrag erschien unmöglich: 35 Teilnehmer in einem kleinem Raum ergaben zumindest drei Gruppen mit unterschiedlichen Anforderungen und Know-How. In Klosterneuburg stieg eine grölende Menge Jugendlicher ein. Es war Leopoldifest. Im Zug dampfte es. Der Lärm war unerträglich.
Angewidert von dem Grölen fiel mein Blick auf die ältere Dame, die mir gegenüber saß im Viererabteil. Sie blickte auf die Gruppe und lächelte.

Das machte mich neugierig. „Selten sehe ich ältere Menschen, die sich so freuen können. Wie kommt es?“, fragte ich sie. Sie war zwar überrascht, antwortete mir: „Wissen Sie, ich komme von einem Seminar.“ „Das komme ich auch.“, dachte ich mir. Sie: „Ich war Teilnehmerin.“ Ich (still denkend): „Ah, das könnte der Unterschied sein! Aber üblicherweise liebe ich meinen Beruf!“ Sie: „Es war ein Bibelseminar. Der Lektor kennt die Bibel und das Umfeld wie kein anderer. (Pause) Ich habe die Stelle schon öfter gelesen. Aber noch nie verstanden. (lächelt).  Kennen Sie die Stelle vom Wind?“ Ich: „Nein?“ (Pause) Sie: „Es geht darum, dass unser Leben unsicher ist, das es mit dem Wehen des Windes vergleichbar ist. Einmal milde, einmal heftig. (Pause, lächelt und schaut auf die Gruppe Jugendlicher). Jetzt ist er gerade heftig. Wir können nichts anderes tun, als mit dieser Situation zu leben und uns führen zu lassen. (Pause) Unser Leben ist vergänglich. Der Wind nicht. (Pause) Und heute habe ich es endlich verstanden.“